1967: Modellüberarbeitung

1967 war der MINI Classic reif für eine gründliche Überarbeitung. So erhielt er einen kraftvolleren Motor mit 998 cm³, der vor allem mit 52 statt bisher 44 Nm mehr Drehmoment hatte. Die Leistung stieg gleichzeitig auf 38 PS. Zwei Jahre später gesellte sich der Clubman als geringfügig größere Variante mit veränderter Front zum MINI Classic. Das Schwestermodell war mit 3.165 Millimetern runde elf Zentimeter länger als das Original, die "Estate" genannte Kombi-Version maß exakt 3,4 Meter. Breite, Höhe und Radstand blieben unverändert. Der Clubman war serienmäßig mit einem 38 PS starken Einlitermotor ausgestattet. Der Mini Cooper wurde aus dem Programm genommen und durch das 59 PS leistende 1,3-Liter Spitzenmodell der Clubman-Reihe mit der Modellbezeichnung Mini 1275 GT ersetzt. Und noch einige Details änderten sich 1969: Die vorderen Schiebefenster, die der MINI Classic seit Anbeginn hatte, wichen bei allen Modellen jetzt Kurbelfenstern, die außen liegenden Türscharniere wurden nach innen verlegt und ein eigenes MINI Classic Markenzeichen prangte auf der Motorhaube.
 

1972: Drei Millionen verkaufte MINI Classic

1972, immerhin 13 Jahre nach seinem Debüt, wurde zu einem der erfolg­reichsten Jahre des MINI Classic: Die Nachfrage war so groß, dass 306 937 Einheiten gebaut wurden, darunter der dreimillionste des mittlerweile schon als Klassiker geltenden Kleinwagens. Fast jährliche kleine Modellpflegemaßnahmen hielten die Attraktivität des MINI Classic hoch. So gab es ab 1974 beispielsweise Denovo-Räder als Option für den 1275 GT, eine frühe Form pannensicherer Dunlop-Reifen, die auch drucklos nicht von der Felge sprangen. Käufer des 850er Basismodells konnten sich im selben Jahr an dem Einzug der Heizung in die Serienausstattung erwärmen. Um 1976 schlug man mit dem MINI Classic neue Wege ein: Sondermodelle mit den unterschiedlichsten Schwerpunkten – von sportlich bis modisch, von nobel-distinguiert bis jugendlich-frech – fanden ihre Käufer. Von 1980 bis 1983 wurde das Programm gestrafft, Clubman, Estate und Van liefen aus. Übrig blieb allein der MINI Classic mit Einliter-Motor und mittlerweile 40 PS. Doch die Kundschaft hielt ihm eisern die Treue: 1986 lief der fünf Millionste MINI Classic im Werk Longbridge vom Band.

1990: Die Rückkehr des CooperClassic

Auch nach dem offiziellen Ende der Cooper-Modelle hatte ihr Namensgeber John Cooper weiterhin Leistungskits für den MINI Classic entwickelt und verkauft. 1990 erkannte die zwischenzeitlich für den MINI Classic verantwortliche Rover Group Marktchancen und ließ den Mini Cooper wieder aufleben. Aufgrund der wachsenden Anforderungen an die Abgasqualität endete 1992 die Produktion der Einliter-Maschine mit Vergaser, danach wurden alle Modelle nur noch mit der 1275er-Maschine und Einspritzung ausgerüstet. Ab 1993 gab es auch eine offizielle Cabrio-Version, die zuvor in Deutschland entwickelt und verkauft worden war. Im Jahr 2000 endete schließlich die Produktion des klassischen MINI Classic. Über 5,3 Millionen des weltbekannten englischen Kleinwagens verließen in verschiedenen Ausführungen die Fabriken, darunter rund 600.000 Fahrzeuge, die zwischen 1959 und 1968 im Werk Oxford gebaut wurden. Aber auch nach 41 Jahren war noch lange nicht Schluss. 2001 schlagen der MINI One und der MINI Cooper ein neues Kapitel in der Geschichte der englischen Marke auf.