Geschichte
Breitling – eine Uhr hat diesen Namen in aller Welt berühmt
gemacht, „ der Navitimer „.
Diese Pilotenuhr mit dem Rechenschieber auf dem
Zifferblatt steht für höchste Präzision und Funktionalität.
Heute ist der Navitimer ein begehrtes Sammlerstück.
1936 beginnt die enge Beziehung zwischen der Firma
Breitling und der Luftfahrt. Willy Breitling bringt den
Bord-Chronographen auf den Markt, der zunächst in den
Propellermaschinen, später dann auch in den Düsenjets von
Boeing, Douglas und Lockheed eingesetzt wird. Der Navitimer
war 1952 eine echte Sensation. Dieser Chronograph konnte
mehr als nur die Zeit stoppen. Er sollte dem Piloten
als vollwertiges Bordinstrument dienen.Der Rechenschieber
ermöglicht alle wichtigen mathematischen Operationen
während des Fliegens. Eine Weiterentwicklung,
das Modell „ Cosmonaute „ mit 24 Std.-Anzeige, Chronograph
mit 12 Std.-Zähler und Datum kommt in den 60er Jahren
beim Mercury-Programm der USA sogar zu Weltraumehren.
Die technisch orientierten Uhren standen bei Breitling immer
im Vordergrund
Alle Navitimer Modelle angeführt:
- Navitimer
- Navitimer World
- Navitimer Cosmonaut
- Navitimer Montbrillant
- Navitimer Olympus
- Navitimer Montbrillant Olympus
- Navitimer Chrono-Matic 49
- Navitimer Montbrillant Legende
oben: Uhrwerk eines Chronographen
Wie funktioniert ein
mechanisches Uhrwerk
Durch das Drehen der
Aufzugskrone wird über die Aufzugswelle, die Räder und Triebe des
Aufzugssystems der Zugfeder ein Energiepotential zugeführt. Das innere
Ende der Zugfeder ist mit dem Federkern verbunden, welcher sich beim
Betätigen der Aufzugskrone dreht. Ein Gesperr verhindert, dass sich
der Federkern durch die sich spannende Feder zurückdrehen kann. Das
äußere Ende der Zugfeder ist am Federhaus befestigt und kann so,
mittels der Spannkraft der aufgewundenen Feder, diese Kraft auf das
nächste Rad im Getriebe weitergeben. Normalerweise ist dies das
Minutenrad, auf dem, an seinem verlängerten Ende, der Minutenzeiger
sitzt. Das folgende Kleinbodenrad und Sekundenrad leiten die Energie
weiter an das Ankerrad. Diese mehrfache Energieübertragung von Rad zu
Rad (Trieb) ergibt ein starkes Übersetzungsgetriebe. Dadurch liegt am
Ankerrad bedeutend weniger Kraft an als dessen Ursprung, dem
Federhaus. Schließlich leitet die Hemmung, mittels Ankerrad und Anker,
die Energie in kleinen Stößen weiter, was sich als Ticken bemerkbar
macht, auf das zeitbestimmende Schwingsystem der Unruh mit ihrer
Spirale.
Die Hemmung einer mechanischen
Armbanduhr leistet unglaubliches. Bei einer Schlagzahl von 28.800
Halbschwingungen in der Stunde ergibt dies mehr als eine Milliarde
Kraftstöße in 4 Jahren. Ein Punkt auf dem Reif der Unruh eines solchen
Armbanduhrwerkes würde im Laufe eines Jahres eine Wegstrecke von mehr
als 4000 km zurücklegen. Die Geschwindigkeit der Unruh entspricht
dabei der eines Lokomotivenrades, welche mit 140 km/h über die
Schienen braust. Dabei benötigt sie nur eine Kraft von einem
Milliardstel PS!
Jede Abweichung von der berechneten
Frequenz bewirkt ein Falschgehen der Uhr. Die Kunst des
Uhrmachermeisters beim Regulieren besteht darin, den Gang möglichst
konstant zu halten. Normale mechanische Uhren weisen eine
Gangabweichung von nicht mehr als 0,035% auf, gute sehr viel weniger.
Aber ich gebe zu, das dies eine
sehr oberflächliche Beschreibung der Funktion einer Armbanduhr ist.